Slawendorf

Am Wallsee wurde auf einer eigenen kleinen Insel eine slawische Siedlung nachgebaut. Häuser aus Holz und Reet zeigen die verschiedenen Bautypen jener Zeit. Im kleinen Hafen liegen eindrucksvolle Schiffsrekonstruktionen vor Anker. Neben einem slawischen Handelsschiff, können Sie auch ein Schiff der Wikinger und einige Einbäume bestaunen und auch mal in Aktion sehen. In den Hütten der Siedlung werden neben den Handwerken des Drechslers, Webers und Fischers noch weitere interessante Berufe des frühen Mittelalters auf anschauliche Weise dargestellt. Besonders gut wird an Aktionstagen der Eindruck einer alten Siedlungsstelle vermittelt, wenn das Dorf von unseren ehrenamtlichen Helfern mit Leben erfüllt wird. Dann werden hier alte Handwerke vorgeführt und auch Aktionen zum Mitmachen angeboten. Doch auch an einem veranstaltungsfreien Tag ist das Ambiente des Slawendorfes einzigartig.


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Garten von Starigard 

Genießen Sie einen Rundgang durch unsere slawische Pflanzenwelt. Auf Initiative des BALTIC BRIDGE-Projektes wurde im Jahr 2007 unter fachlicher Beratung von Dr. Helmut Kroll ein Garten für die in Starigard um das Jahr 1000 nachgewiesenen Nutzpflanzen angelegt. Im Rahmen der archäologischen Grabungen auf dem Wallgelände entdeckten die Archäologen eine Brandschicht aus dem 10. Jahrhundert, die große Mengen verkohlter Pflanzenreste enthielt. Daraus ließen sich Rückschlüsse auf die frühe Landwirtschaft und weitere Pflanzennutzungen ziehen. Wir finden im Slawendorf eine Auswahl von über 40 Gift-, Heil- und Kräuter- sowie Färber- und Faserpflanzen, die alle nachweislich in der Slawenzeit vorkamen. Der "Garten von Starigard" vermittelt einen Eindruck von der vielfältig genutzten Pflanzenwelt in der Zeit vor dem Eintreffen des Christentums.

Ebenso interessant sind der Wildkräuterstreifen und die Dreifelderwirtschaft, die auf einigen am Wallsee gelegenen Feldern demonstriert wird.

Mit der Christianisierung und der nachfolgenden Klostergarten-Kultur kamen dann viele weitere Pflanzen in unsere Region. Einige davon sind auf der Obstbaumwiese in Form vieler verschiedener Obstsorten zu entdecken.

 

Bitte fragen Sie uns nach dem "Slawischen Pflanzenführer". Museumsbesucher erhalten diesen im Museumsladen. Um eine Spende für die Museumspädagogik wird gebeten.