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Stiftung e.V.

 

Die Stiftung Oldenburger Wall e. V. hat als eingetragener Verein eine kleine interessante Geschichte: 

1978 gründeten sechzig Damen und Herren die Stiftung Oldenburger Wall e. V., die sich seither als überparteilicher, unabhängiger Förderverein für das archäologische und historische Gesamtprojekt des alten Starigards zur Zeit der ersten Jahrtausendwende versteht. Sie setzt sich gemeinsam mit der Stadt Oldenburg in Holstein, dem Kreis Ostholstein und dem Land Schleswig-Holstein ein, das frühe Mittelalter, die historisch so wichtige Zeit unserer Stadt und einem wichtigen Teil der gesamten Landesgeschichte, den Bürgern und Gästen in unterschiedlichsten Formen nahezubringen.Und sie ist gleichberechtigter Partner im deutsch-dänischen EU-interreg-IIIA-Projekt "BALTIC BRIDGE", welches das Ziel verfolgt, in enger Abstimmung mit unseren Freunden vom Mittelalterzentrum Nykøbing moderne Museums- und Tourismus-Entwicklungen für das Oldenburger Wallmuseum zukunftsfähig zu gestalten.

Die augenblicklich knapp siebenhundert Mitglieder - die Stiftung Oldenburger Wall ist der mitgliederstärkste Archäologie-Förderverein Norddeutschlands - setzen sich immer wieder mit großartigem Engagement für die Ziele der Stiftung ein: Nicht nur die großen Teilnehmerzahlen bei unseren Vortragsveranstaltungen im Winterhalbjahr, bei unseren das gesamte Jahr hindurch angebotenen Exkursionen und bei unseren traditionellen Freiluftveranstaltugnen auf dem Oldenburger Museumshof - Rosenabend, Wallfest, Landmarkt, St. Vicelin-Markt und vor allem in den monatlichen Brotbackaktionen. Aber auch in jüngster Zeit bei lebhaften Slawentagen, den slawischen Handwerker-Events, bei den vielen Workshops in Oldenburg und den Begegnungen in Nykøbing, bei der Pflege der historischen Boote am Museumshafen und bei der Mithilfe des Baus des neuen Slawendorfes und der Gestaltung der "Heiligen Insel", bei vielen Arbitsgruppen des BALTIC BRIDGE-Projektes: Überall sind Mitglieder der Stiftung Oldenburger Wall mit ihrem fachlichen Können, ihrer großen Einsatzfreude und mit unermüdlicher Stetigkeit freiwillig tätig. Und was dabei am Schönsten  ist: Die gesamte Arbeit, wenn auch in Teilaspekten eine unterschiedliche Wertung durch den einzelnen vollzogen wird, geschieht einvernehmlich in gegenseitigem Vertrauen und gegenseitiger Abstimmung.

Von Anfang an baute die Stiftung auf ein festes und vor allem wissenschaftliches Fundament. Unser Wissenschaftlicher Beirat, in dem sich weit mehr als zwanzig ausgewiesene Fachleute aus schleswig-holsteinischen, hamburgischen, mecklenburgischen, pommerschen und dänischen Museen, Universitäten und Verwaltungen zweimal im Jahr zu konzentrierten Beratungen treffen, erarbeitet Empfehlungen zu permanenten Weiterentwicklung des Museums und zur künftigen Nutzung des archäologsichen Denkmals Oldenburger Wall im Sinne eines ganzheitlich-interaktiven Zieles und gibt Hilfestellungen bei der Lösung diffiziler Einzelprobleme. Auf Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats gehen die Erneuerung der Dauerausstellung "Slawen und Deutsche im Mittelalter" ebenso zurück wie gedankliche Orientierungen zur modernen erlebnis-pädagogischen Akzentuierung des Oldenburger Wallmuseums durch Errichtung einer Art "lebendigen Freilichtmuseums".

Die Stiftung ist seit ihrer Gründung nach wie vor unermüdlich. Sie plant, schiebt an und ist ein unverzichtbarer Partner für die Stadt. Auch wenn es ums Geld geht: Sie erwarb nach dem Oldenburger-Haus und der Dannauer Scheune auch die Altgalendorfer Scheune und das historische Backhaus, legte den Rosengarten und den Kinderspielplatz an, errichtete die Hafenanlage mit Steg und den zwei Hafenhäusern, ließ auf eigene Rechnung die "Starigard", das slawische Handelsschiff aus der Mitte des 10. Jahrunderts originalgetreu auf einer polnischen Werft in Wolin bauen, und erwarb die "Ratatoskr", den authentischen Nachbau des wikingischen Gokstad-Schiffes, sowie mehrere slawenzeitliche Einbäume. die Finanzierung und Errichtung des Naust , dem wikingischen Beispielen nachempfundenen Winterlager für unsere Museumsschiffe auf der Hafeninsel, wurde allein von der Stiftung vorgenommen. Vor geraumer Zeit kaufte sie im Auftrag der Stadt die Materialien der Kayhofer Remise, die - endlich - in diesem Jahr ihren Wiederaufbau im Museumsbereich erfahren wird, und finanzierte überwiegend die Umfestaltung der Ausstellung in der Dannauer Scheune, zu der sie die Figurengruppe "Taufe des Slawenfürsten" und "Beizjagd am fürstlichen Hof in Starigard" (einschl. des eigens von ihr in Auftrag gegebenen DVD-Films) aus eigenen finanziellen Mitteln und eingeworbenen Spenden beisteuerte, aber auch den wikingerzeitlichen Wagen im Ausstellungsmodul "Bestattung einer wikingischen Prinzessin in Starigard". In jüngster Zeit ließ sie einen historischen Bäcker-Wagen rekonstruieren und beteiligte sich mit namhaften Beiträgen an der Wiederherstellung des Hafenstegs und an der Erstellung des Slawendorfes und der "Heiligen Insel".

In Anerkennung und besonderer Würdigung ihrer mittlerweile fast drei Jahrzehnte anhaltenden ehrenamtlichen Tätigkeit zeichneten im Dezember 2005 der Kreispäsident des Kreises Ostholstein, Richard Henneberg, und der Landrat des Kreises Ostholstein, Reinhard Sager, die Stiftung Oldenburger Wall mit dem Kulturpreis 2005 des Kreises Ostholstein aus. Diese hohe Auszeichnung ist für die Stiftung Oldenburger Wall Motivation zur weiteren Arbeit, den Stillstand ist Rückschritt: Dieses Motto beflügelt die Mitglieder der Stiftung Oldenburger Wall, deren Arbeit unverdrossen - auch gelegentliche Rückschläge sind unvermeidlich - weiter geht: Die unvergessene Sonderausstellung "Heiden und Christen - Slawenmission im Mittelalter", von uns gemeinsam mit dem Dom-Museum zu Bremen und dem Bereich Archäologie der Hansestadt Lübeck gestaltet und Präsentiert, gehört ebenso dazu wie die Publizierun verschiedener Bücher und Schriften zur Oldenburger Geschichte undwie die Herstellung von Fundrepliken. Uns, dem Förderverein eines der bedeutenden archäologischen Museen unseres Landes, geht die Arbeit nicht aus: Gemeinsam mti unseren Partnern im Projekt "BALTIC BRIDGE", mit den Damen und herren unseres Wissenschaftlichen Beirats, mit Freunden in anderen mit "vernetzten" Vereinen in Oldenburg und in Wagrien, in der engen Bindung der gesamten Mitgliederschaft der Stiftung selbst und mit den viefältigsten Aktivitäten slawenzeitlich handwerklicher Arbeitsteams, aber auch weiterer Planungs-und Gestaltungsarbeit in verschiedenen Gruppen des deutsch-dänischen "BALTIC BRIDGE"-Projektes, das nach Vorstellung der Stiftung dringend eine Fortführung in den Jahren ab 2008 erfahren muss und durch ein deutsch-polnisch-baltisches Interreg-Projekt ergänzt werden sollte. Es bleibt genug zu tun: Der Kreativität von Ideen, Gedanken und Aktivitäten sind keine Grenzen gesetzt. Gemeinsam mit Ihnen, verehrte Leserin und verehrter Leser, können wir vieles auch künftig schaffen. Machen Sie mit! Ich lade Sie dazu herzlichst ein - als Gast unserer Veranstaltungen und unserer Aktivitäten - oder- was noch schöner wäre- als neues Mitglied in der Stiftung Oldenburger Wall. Wir brauchen gerade auch Sie!

Hans-Joachim Hahn
Vorsitzender der Stiftung Oldenburger Wall e.V.
Platanenhof 3, 23758 Oldenburg in Holstein
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