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Baltic Bridge I

 

Das Interreg IIIA-Projekt BALTIC BRIDGE begann am 1. Januar 2005. Es hatte eine Laufzeit von 3 Jahren und hatte sich zum Ziel gesetzt, zwischen dem Oldenburger Wallmuseum und dem Mittelalterzentrum in Nykøbing eine grenzüberschreitende „Brücke" zu schlagen.

 

Die Stadt Oldenburg i.H. mit der Stiftung Oldenburger Wall e.V., der Kreis Ostholstein und die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein als Partner auf deutscher Seite erhofften sich durch das EU-Projekt, dass die Entwicklungspotenziale beider musealer Einrichtungen erkannt, erweitert und im Hinblick auf ein „lebendiges Museum" auch in Oldenburg nutzbringend angewandt werden.

 

Gemeinsam mit dem Mittelalterzentrum in Nykøbing wurden im Laufe dieses Projekts jährliche Events geplant und durchgeführt, fanden Workshops statt und wurden im Wallumfeld kleinere museale Gebäude errichtet. Dabei hatte die Mitarbeit von Ehrenamtlern des Stiftungsvereins einen hohen Stellenwert. Für beide Institutionen sollte eine langfristige Entwicklungsperspektive erarbeitet werden, um den sich wandelnden, zukünftigen Anforderungen des Publikums gerecht zu werden.

 

Das EU-Projekt sollte Möglichkeiten einer Neuorganisation des Oldenburger Wallmuseums untersuchen, um dessen Zukunftsfähigkeit sicher zu stellen. In der Ferienregion zwischen Weißenhäuser Strand und Dahme sollte dieses EU-Projekt auch unter touristischen Aspekten eine deutliche Angebotsverbesserung darstellen und darüber hinaus Oldenburg als Stadt attraktiver werden lassen. Durch das EU-Projekt wurden insgesamt auch positive Effekte für kleine und mittlere Unternehmen in der Region erwartet. Die Koordinierung der unterschiedlichen Aktivitäten auf deutscher Seite übernahm eine "Oldenburger Lenkungsgruppe". Ansprechpartner für das Projekt auf deutscher Seite waren Dr. Hartwig Barg, Heike Müller und Lars Steffien.

 

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An der öffentlichen Informationsveranstaltung am 21. Februar 2005 nahmen über 100 interessierte Gäste teil, um sich in Anwesenheit des dänischen Partners über das Projekt umfassend zu informieren. Bereits Mitte Februar 2005 fand ein erster handwerklicher Workshop mit ehrenamtlich tätigen Oldenburger Vereinsmitgliedern in Nykøbing statt, bei dem die Herstellung mittelalterlicher Kleidung und Lederwerk unter Anleitung der dänischen Partner trainiert wurde. In zwei weiteren handwerklichen Workshops wurden weitere alte Handwerkstechniken und Fertigkeiten zum Beispiel im Umgang mit der Pflege von alten Booten erlernt. Das erlangte Wissen konnte in Oldenburg verbreitet und für die weitere Entwicklung des Oldenburger Wallmuseums bereits gewinnbringend eingesetzt werden.

 

Rechtzeitig zur Tourismussaison 2005 konnte im Rahmen des Projekts ein neuer Flyer für das Oldenburger Wallmuseum fertiggestellt werden. Unter Mithilfe von Oldenburger Ehrenamtlern fanden im Juni Bauarbeiten im dänischen Mittelalterzentrum statt. Hierbei wurde ein bestehendes älteres Fachwerkgebäude baulich verändert.

 

Im Juni fand das erste Event des BALTIC BRIDGE-Projekts im Mittelalterzentrum statt. Auf dem "Re-enactment-Markt" boten Händler aus vielen europäischen Ländern ihre handgefertigten mittelalterlichen Produkte an. Auch einige Mitglieder des Fördervereins aus Oldenburg waren mit der Präsentation und dem Verkauf zum Beispiel des "Oldenburger Königsspiels" auf dem Markt vertreten.

 

Am 20. August fand mit dem ersten Event in Oldenburg das BALTIC BRIDGE-Highlight im Rahmen des traditionellen Wallfestes statt. An der "Fire Night", einem Prozessionszug zu einem vom dänischen Partner inszenierten mittelalterlichen Ritterspiel, haben sich über 1.500 Besucher erfreut. Viele Familien mit Kindern nahmen mit ihren Fackeln am Prozessionszug und dem beeindruckenden Ritterturnier auf dem Oldenburger Wall teil.

 

Im Spätherbst wurden gemeinsam mit dem dänischen Partner Studienreisen nach Schweden (Eketorp und Kalmar)und nach Mecklenburg-Vorpommern (Passentin, Neustrelitz und Düppel) durchgeführt. Die hier gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse wurden ausgewertet und am 14.12.2005 in einer öffentlichen Veranstaltung im Gewerbezentrum Oldenburg einem interessierten Publikum präsentiert.

 

Fazit für 2005: Über 50 Ehrenamtler der Stiftung Oldenburger Wall e.V. haben über 1.000 Arbeitsstunden für das Projekt geleistet. Diese Zahlen belegen die große Akzeptanz und das große Engagement für das Projekt auf Oldenburger Seite.

 

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Das zweite Projektjahr war durch intensive Umsetzung der Projektziele geprägt. Die einzelnen BALTIC BRIDGE-Teams hatten ihre Arbeit dem erklärten Projektziel folgend kontinuierlich fortgesetzt. Zur besseren Zielerreichung hatte die "Oldenburger Lenkungsgruppe" als höchstes Projektgremium auf deutscher Seite zu Beginn 2006 Projektstandards beschlossen. Die Berücksichtigung dieser Standards hat die gesamte Projektarbeit positiv beeinflusst.

 

Das Team Flyer hatte rechtzeitig zur Museumseröffnung 2006 einen aktualisierten Museumsflyer mit neuen Angeboten für das Jahr 2006 fertiggestellt. Eine systematische Verteilung der Flyer rund um Oldenburg wurde durchgeführt. Die listenmäßige Distribution der Flyer sollte Vorlage für kommende Jahre sein.

 

Das Team Beschilderung hatte die theoretische Arbeit eines Beschilderungskonzeptes für Oldenburg abgeschlossen. So konnten alle innerörtlichen Verkehrswegweiser auf das Wallmuseum sowie die Hinweisschilder auf das archäologische Denkmal realisiert werden. Zwischen Rathaus, Oldenburger Wall und Wallmuseum sollten für die Fußgänger beschriftete hölzerne Stelen aufgestellt werden. Diese Arbeit konnte im zweiten Projektjahr nicht vollständig abgeschlossen werden. Das Team Beschilderung beschäftigte sich zudem mit dem Entwurf großer Erläuterungstafeln. Deren Realisierung musste jedoch auf das letzte Projektjahr verschoben werden.

 

Das Team Internet hatte die in 2005 erarbeitete Grundstruktur einer neuen Website fürs Wallmuseum ergänzt. Durch Unterstützung der Computerschule Lübeck konnte in 2006 die erarbeitete Webstruktur weiter optimiert werden. Einzelne Inhalte konnten bereits eingepflegt werden. Die Mehrsprachigkeit und die Beibehaltung eines hilfreichen passwortgeschützten Archivwesens für das Interreg-Projekt wurden möglich.

 

Das Team Reorganisation hatte einen Satzungsentwurf für eine "Archäologiestiftung Oldenburg i.H." erarbeitet, der jedoch noch von den städtischen Gremien beraten und mit dem dänischen Partner diskutiert werden musste.

 

Das Team Event nahm von Oldenburger Seite am diesjährigen "Re-Enactment-Markt" im dänischen Mittelalterzentrum teil. Das diesjährige Hauptevent in Oldenburg fand unter der Bezeichnung "Slawentag" rund um das Oldenburger Wallmuseum am Pfingstsonnabend gemeinsam mit dem dänischen Partner statt. Rund 1.500 Interessierte nahmen an dem Großereignis teil. Erstmals präsentierten sich zahlreiche Mitglieder der Stiftung Oldenburger Wall e.V., die sich in den unterschiedlichen BALTIC BRIDGE-Teams auf diesen Tag intensiv vorbereitet hatten, in slawischen Gewandungen. Auf der "Slawischen Baustelle" wurden den zahlreichen Besuchern verschiedene handwerkliche Fertigkeiten und Produkte mit slawenzeitlichem Bezug teilweise auch zum Mitmachen geboten. Mit dem Angebot einer "Slawischen Suppe" wurde auch in der Beköstigung stilgerecht ein Bezug zur Slawenzeit hergestellt. Der "Slawen5Kampf" zog trotz der teils widrigen Witterung ein interessiertes Publikum an. Der dänische Partner präsentierte die eigens zu diesem Zweck nach Oldenburg geschaffte Steinschleuder und bot dem Publikum mit eindrucksvollen Vorführungen einen weiteren Höhepunkt. Das abschließende "Ritterturnier" auf der Veranstaltungsfläche am Wallmuseum stieß wie bereits im vergangenen Jahr auf großes Interesse beim Oldenburger Publikum. Der "Slawentag 2006" hatte eindrucksvoll die Potentiale des Oldenburger Wallmuseums aufgezeigt.

 

Das Team Masterplan setzte die umfangreichen Diskussionen um die planerische Entwicklung von Wall und Wallmuseum kontinuierlich fort. Das Team hatte sich anfänglich auf die Bebauung der kleinen Insel am Wallmuseum konzentriert, auf der in 2006 im Rahmen von BALTIC BRIDGE kleinere slawische Architekturen entstanden sind. Möglich wurde die zeitnahe Realisierung durch einen MAe-Arbeitstrupp (von der ArGe Ostholstein gefördert) der Bauinnung Ostholstein, die die mit dem Bau verbundenen handwerklichen Leistungen erbrachten sowie durch ein studentisches Praktikum von drei Praktikanten der Fachhochschule Eberswalde, die die planerischen Leistungen zusammen mit dem Projektleiter erarbeiteten. Durch eine von der Stadt Oldenburg i.H. in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie für ein zukünftiges Wallmuseum war die Hinzuziehung von externen Beratern laut Projektantrag nicht mehr erforderlich. Bis zum Ende 2006 konnte im Team Masterplan auf der Grundlage dieser Machbarkeitsstudie eine Museumsvision in Form eines Masterplans entwickelt werden, die auch in der Politik und in Oldenburg selbst Anerkennung erfuhr. Diese Planung wurde auch von der „Oldenburger Lenkungsgruppe" als richtungsweisend befürwortet und sollte nunmehr die Grundlage für zukünftiges Handeln darstellen.

 

Das Team Tourismus hatte in 2006 Konzepte für die Belebung des Wallmuseums durch Darstellung des Mittelalters mit Hilfe von Akteuren zu bestimmten Themen (Tag der Wolle, Tag des Handwerks) entwickelt. Weiter wurden Angebote für die Betreuung von Gruppen, insbesondere von Schulklassen, Ferienfreizeiten sowie Kindergeburtstagen ausgearbeitet. Zusammen mit Teilnehmern der Workshops sowie weiteren Mitglieder der Stiftung Oldenburger Wall e.V. wurden diese Konzepte in den Sommer- und Herbstmonaten teilweise durchgeführt und anschließend konzeptionelle Verbesserungen durchgeführt. Für den Museumsshop wurden Prototypen einzelner zukünftiger Produktangebote in Eigenarbeit erstellt (z.B. hölzerne Tickets), bzw. auch Partner für die Produktion gewonnen. Aus den Ergebnissen der Studienreisen wurde ein Wunsch-Produktprogramm für den Museumsshop zusammengestellt.

 

Das Team Museumsführer hatte zeitgemäße Museumsführungen in Oldenburg entwickelt, die nun auch in Dänisch angeboten werden konnten. Zudem wurde eine spezielle Kinderführung entwickelt.

 

Das Team Kleinbauten hat kleine bauliche Aktivitäten zur Attraktivierung des Wallmuseums umgesetzt und bei den oben beschriebenen Bauarbeiten auf der „Slaweninsel" intensiv mitgearbeitet.

 

Das Team Gewandungen als Untergruppierung des Teams Kleinbauten hatte im Laufe des 2. Projektjahres slawische Gewandungen gefertigt, die bereits bei unterschiedlichen Aktivitäten zum erfreulichen Einsatz gekommen sind.

 

Dänisch-Kurse: In 2006 fanden im Rahmen des BALTIC BRIDGE-Projektes wieder Dänisch-Kurse der VHS Oldenburg statt. Aufgrund großer Nachfrage wurden sie nach der Sommerpause weitergeführt.

Studienreisen: Zu Ostern konnte gemeinsam mit dem dänischen Partner eine Extra-Studienreise ins Freilichtmuseum Groß Raden durchgeführt werden. Im Mai fand dann eine weitere gemeinsame Studienreise beider Projektpartner nach Haithabu und Ribe statt. Im Herbst wurde eine gemeinsame Studienreise nach Schweden und Dänemark durchgeführt. Alle Studienreisen wurden schriftlich dokumentiert und gemeinsam ausgewertet. Die Studienreisen wurden jeweils in Form von DVDs festgehalten. Die Ergebnisse wurden in einer öffentlichen Veranstaltung Anfang Februar 2007 präsentiert. 

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Die erste Hälfte des letzten Projektjahres war geprägt durch Vorbereitungen für das letzte BALTIC-BRIDGE-Event in Oldenburg als einem finalen Projekthöhepunkt. Ziel war es, gemeinsam mit dem dänischen Partner eine weitere Optimierung gegenüber den beiden Vorjahren zu erreichen. An diesem Ziel arbeiteten alle BALTIC BRIDGE-Teams und schafften es letztlich erfolgreich, erkannte Fehler aus den Vorjahren zu vermeiden.


Das Team Event hatte die Federführung für die Durchführung des „Slawentags" übernommen. In zahlreichen abendlichen Sitzungen wurden gemeinsam mit dem dänischen Partner die Programmdetails unter Auswertung der Erkenntnisse aus den vorherigen Events entwickelt. Der „Slawentag 2007" wurde zu einem vollen Erfolg. Durch gut vorbereitete Werbeplakate und andere Werbemaßnahmen wurden trotz widriger Witterung rund 1000 Interessierte angelockt. Geboten wurden als Besonderheiten eine interessante Slawenmodenschau, eine slawische Beizjagd, ein Sklawenmarkt, eine beeindruckende Schaukampfaufführung des dänischen Partners und die stimmungsvolle Einweihung der „Heiligen Insel" als Veranstaltungshöhepunkt.

 

Der grandiose Erfolg des Slawentags 2007 hat neben den enormen Veranstaltungsmöglichkeiten des Museumsareals insbesondere die Koordinierungsleistungen des Teams Event aufgezeigt. Ein besonderer Dank geht an Jürgen Schröder als dem Teamverantwortlichen.

 

Das Team Event war auch beim mehrtägigen „Re-enactment-Markt" beim dänischen Partner vertreten und hat dort erfolgreich Museumsprodukte aus Oldenburg angeboten.

 


Das Team Flyer/Marketing hatte seinen ursprünglichen Aufgabenbereich inhaltlich erweitert und beschäftigte sich fortan mit dem Thema Marketing. Das Team hatte rechtzeitig zur Museumseröffnung 2007 einen aktualisierten und attraktiv gestalteten Museumsflyer mit neuen Angeboten fertiggestellt. Der Flyer wurde während der gesamten Sommersaison dank einer im vergangenen Projektjahr begonnenen systematischen Verteilungsliste verteilt. Diese aktualisierte Verteilungslogistik bildete die entscheidende Grundlage und wurde durch neue Ziele ständig erweitert. Darüber hinaus entwickelte das Team Image- und Aktionsplakate sowie Metallkonstruktionen für Imageplakate bei anderen Institutionen. Der Begriff „Starigard" wurde zudem markenrechtlich gesichert.


Auch das Team Flyer/Marketing hat sich besonders im letzten Projektjahr durch kreative und umsetzungsfähige Ziele ausgezeichnet. Ein besonderer Dank geht an Martin Fricke als dem Teamverantwortlichen.


Das Team Beschilderung
 hatte rechtzeitig zum „Slawentag" die innerörtliche Museumsausschilderung aktualisiert. Bis zum Projektende konnte auch der informative „Stelenweg" zwischen dem Marktplatz und dem Museum über den Oldenburger Wall realisiert werden. Zu guter Letzt wurden Orientierungstafeln zur Aufstellung am Rathaus und am Wallmuseum entwickelt. 

Somit konnten auch in diesem Team alle gestellten Aufgaben erfüllt werden. Ein besonderer Dank geht an Heike Müller als der Teamverantwortlichen. 

Das Team Internet hatte mit Hilfe der Computerschule Lübeck die Website www.starigard-museum.de optimiert und größtenteils dreisprachig mit museumsrelevanten Inhalten versehen. Als weitere Features konnte ein Museumsshop fürs Internet realisiert, eine bildrechtlich abgesicherte Fotogalerie im Internet geschaffen sowie ein ausbaufähiges Museumsfachwörterbuch für deutsche, dänische und englische Museumsbegriffe entwickelt werden. Als Besonderheit wurde noch ein passwortgeschützter Pressebereich für Pressemitteilungen und besondere Fotos kreiert.


Nach anfänglichen Startschwierigkeiten konnten die Mitglieder des Teams Internet bei Projektende eine überzeugende Website vorweisen. Dank geht hierfür an alle Teammitglieder sowie an die Computerschule Lübeck.

 

Das Team Reorganisation hatte den Satzungsentwurf für eine "Archäologiestiftung Oldenburg i.H." erarbeitet und den Museumsträger auf verschiedene noch zu klärende Punkte hingewiesen. Eine kleinere Arbeitsgruppe hat in 2007 ein finanzierbares und wirtschaftlich vertretbares Betriebskonzept für ein zukünftiges Wallmuseum in anderer Trägerschaft entwickelt.


Trotz ungeklärter Fragen seitens des Museumsträgers hat das Team Reorganisation mit dem Satzungsentwurf ein überzeugendes Arbeitsergebnis abgeliefert. Besonderer Dank geht anFriedrich Haase als dem Teamverantwortlichen.


Das Team Masterplan hatte den von ihm entwickelten Masterplan für ein zukünftiges Oldenburger Wallmuseum im Detail weiter optimiert. So wurde die Schaffung eines slawischen Heiligtums in den Teamsitzungen rechtzeitig zum „Slawentag" realisiert. Möglich wurde die rechtzeitige Fertigstellung durch den MAe-Trupp der Bauinnung Ostholstein sowie durch Spenden der Fielmann AG (4 Säuleneichen) und der Stiftung Oldenburger Wall e.V. (Umfeldgestaltung). Das Team Masterplan beschäftigte sich darüber hinaus federführend mit der slawengerechten Bepflanzung der „Slaweninsel" mit besonderen Beeten. Grundlage hierfür bildete die Nachweisliste pflanzlicher Funde um 1000 n.C. von Dr. Helmut Kroll vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrecht-Universität in Kiel.


Das Team hat die ihm anvertraute Aufgabe hervorragend gemeistert und eine aus der Machbarkeitsstudie weiterentwickelte realistische Lösung für ein zukünftiges Oldenburger Wallmuseum entwickelt. Dank geht an Dr. Kroll für die Unterstützung durch die Nachweisliste sowie an Hans-Joachim Hahn als dem Teamverantwortlichen.


Das Team Tourismus hat gemeinsam mit der KulTour GmbH Oldenburg bis zum Saisonende im „Oldenburger Haus" einen Museumsshop fürs Wallmuseum realisiert. Außerdem konnten weitere interessante Museumsprodukte für den Verkauf gefertigt werden. Es gelang, das bisherige Museumssortiment vor allem um Angebote für Kinder zu erweitern und deutlich attraktiver zu gestalten. Weiter wurde ein mehrsprachiger „Museumsführer" entwickelt sowie die „Museumsralley" aktualisiert. Außerdem wurde im Team Tourismus ein mehrsprachiger Pflanzenführer für die „Slaweninsel" entwickelt.


Auch das Team Tourismus hat die ihm anvertrauten Aufgaben mehr als erfüllt. Dank für die geleistete Arbeit geht an Dr. Stephanie Barth als der Teamverantwortlichen.


Das Team Museumsführer hat gemeinsam mit dem dänischen Partner Führungsworkshops durchgeführt und zeitgemäße Museumsführungen für Oldenburg entwickelt. Auch eine spezielle Kinderführung wurde entwickelt.


Das Team hat die anvertrauten Aufgaben ebenfalls erfüllt. Dank hierfür geht besonders anSusanne Knees als der Teamverantwortlichen.


Das Team Kleinbauten hatte rechtzeitig zum „Slawentag" die vom MAe-Trupp der Bauinnung Ostholstein fertiggestellten kleineren Slawenhütten auf der „Slaweninsel" in gemeinsamer handwerklicher Arbeit mit dem dänischen Partner nachbearbeitet. Im Laufe der Saison 2007 konnten die Lehmwände der slawischen „Fischerhütte" gemeinsam mit dem dänischen Partner realisiert werden.


Der Dank gilt insbesondere Günter Reinhold als dem Teamverantwortlichen.


Im Rahmen der Handwerklichen Workshops fanden weitere Workshops unterschiedlicher Thematik gemeinsam mit dem dänischen Partner statt.


Susanne Knees
 als der Teamverantwortlichen gilt ein besonderer Dank.


Das Team Gewandungen als Untergruppierung des Teams Kleinbauten hatte rechtzeitig zum „Slawentag" zahlreiche neue slawische Gewandungen gefertigt. Bis zum Projektende konnten weitere slawische Gewandungen gefertigt und eine systematische Inventarisation vorgenommen werden.

Für die Inventarisation geht ein Dank an Frau Walter und Herrn Klärmann als Museumsassistenten sowie an Susanne Knees als der Teamverantwortlichen.


Dänisch-Kurse:
 Im Frühjahr und Herbst 2007 fanden wiederum Dänisch-Kurse in Oldenburg statt.


Studienreisen:
 Gemeinsam mit dem dänischen Partner wurde vom 27. bis zum 29. Juni eine weitere Studienreise zu den archäologischen Museen in Biskupin, Wolin und Torgelow unternommen. Im Spätherbst wurde eine letzte Studienreise nach Guédelon bei Paris durchgeführt. Die Studienreisen ergaben wiederum wichtige Anregungen für beide Partnermuseen.

 

D e r P r o j e k t a b s c h l u s s:

 

BALTIC BRIDGE hat im letzten Projektjahr die vorgegebenen Projektziele nicht nur vollständig erreicht, sondern darüber hinaus in allen Bereichen zusätzliche Bereicherungen für das Oldenburger Wallmuseum initiiert oder bereits in Ansätzen realisiert.

 

Der besondere Erfolg des Projekts besteht auf deutscher Seite in der Leistung von insgesamt über 6.500 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden durch Mitglieder der Stiftung Oldenburger Wall e.V..


Mithilfe des dänischen Partners hat das Projekt den Oldenburger Beteiligten und Verantwortlichen alle erforderlichen Kenntnisse für den zukünftigen professionellen Betrieb eines „Lebendigen Museums" vermitteln können. Die Auswirkungen werden über den Projektzeitraum hinaus sichtbar werden und zur positiven Entwicklung des Oldenburger Wallmuseums beitragen.

 

Die offizielle Abschlussveranstaltung fand am 11.01.08 im Gewerbezentrum Oldenburg statt.

 

Gez. Dr. Hartwig Barg
BALTIC BRIDGE-Projektleiter

Eutin, den 12.01.08 

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